Wie kaschiere ich Rauputz mit einer geeigneten Wandgestaltung und tapete

· 2 min read
Wie kaschiere ich Rauputz mit einer geeigneten Wandgestaltung und tapete

Rauputz stellt viele Hobbygestalter vor eine Herausforderung, doch mit der richtigen Technik lässt sich die grobe Struktur erheblich entschärfen. Entscheidend ist zunächst die Vorbereitung: Spachteln Sie tiefe Rillen und Unebenheiten mit einem flexiblen Füllspachtel aus, der nach dem Trocknen fein geschliffen wird. Für eine glattere Basis empfiehlt es sich, den gesamten Rauputz mit einem speziellen Haftgrund zu grundieren, der das Saugverhalten vereinheitlicht und die spätere Haftung verbessert. Ohne diesen Schritt drohen später Blasenbildung oder unschöne Schatten. Wenn Sie die Oberfläche nicht spachteln möchten, können Sie auch eine dünne Vlies-Renovierbahne direkt auf den grundierten Putz kleben – diese überbrückt kleine Unebenheiten und erzeugt eine fast glatte Fläche. Bedenken Sie jedoch, dass die Struktur bei starkem Putz weiterhin leicht durchscheinen kann, was man als gewollte, lebendige Textur interpretieren kann.

Die Wahl der wandgestaltung und tapete hängt stark vom gewünschten Effekt ab. Wollen Sie die Rauheit völlig verschwinden lassen, greifen Sie zu einer dicken, prägnanten Vliestapete mit einem ausgeprägten Reliefmuster – etwa einer Strukturtapete mit feinem Sand- oder Linnenprägedruck. Diese lenkt das Auge von der Untergrundstruktur ab und erzeugt eine eigene Haptik. Alternativ eignen sich hochwertige Wandpaneele aus Kork oder Kautschuk, die direkt auf den grundierten Putz geklebt werden und sowohl Wärmedämmung als auch eine glatte, pflegeleichte Oberfläche bieten. Achten Sie dabei auf einen großzügigen Kleisterauftrag, denn der grobe Untergrund entzieht der Tapete sonst zu schnell Feuchtigkeit – verwenden Sie am besten einen Spezialkleister für schwierige Untergründe. Meiden Sie dagegen dünne Papiertapeten, da diese jeden Höcker nachempfinden und unschöne Falten werfen. Bei der Wandgestaltung und tapete gilt zudem: Großformatige, einfarbige Flächen betonen Unebenheiten weniger als kleinteilige Muster.

Nach dem Tapezieren können Sie die Wirkung Ihres Untergrunds weiter steuern. Tragen Sie möglichst zwei Anstriche einer matten, hochdeckenden Wandfarbe auf – ein Glanzgrad von unter fünf Prozent streut das Licht und lässt die Reststruktur weich erscheinen.  platzsparend einrichten  dabei mit einer dickflockigen Rolle in einer gleichmäßigen, kreuzweisen Technik, damit sich die Farbe in alle Vertiefungen legt. Sollten einzelne Spitzen des alten Putzes durch das Vlies hindurchdrücken, können Sie diese nach dem ersten Anstrich mit feinem Schleifpapier leicht kappen und dann überstreichen. Falls Sie sich für eine moderne Beton- oder Kalkoptik interessieren, ist auch ein dünner mineralischer Spachtelauftrag über der fertigen Tapete möglich – diese wandgestaltung und tapete verbindet die Glätte der Tapete mit einer edlen, leicht texturierten Oberfläche. Entscheidend ist immer, dass Sie vor dem Kauf der Materialien eine großzügige Probefläche anlegen, um das Lichtspiel und die Haptik realistisch zu beurteilen. So vermeiden Sie spätere Überraschungen und erzielen ein harmonisches Gesamtbild, das den Rauputz elegant in den Hintergrund treten lässt.